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Ferienhaus von Mette-Marit und Haakon sorgt für Ärger

Wie GALA.de berichtet, ist für das norwegische Kronprinzenpaar Mette-Marit (52) und Haakon (53) am Feriendomizil auf Flatholmen bei Risør eine teilweise Ausnahmegenehmigung von den Bauvorschriften der geschützten Küsten- und Strandzone erteilt worden.

Jens Kröger·aktualisiert 03. August 2026

Ferienhaus von Mette-Marit und Haakon sorgt für Ärger

Der Antrag lief über den Schlossverwalter, nachdem die Kommune Risør 2022 zwar grünes Licht für Abriss und Neubau der Ferienhütte und des Nebengebäudes gegeben hatte, die Frist aber verstreichen ließ. Das Grundstück hatten Mette-Marit und Haakon bereits 2008 erworben. Der Fall zeigt, wie schmal der Korridor für bauliche Veränderungen an einer norwegischen Küstenhytte bleibt – selbst dann, wenn die formale Genehmigung auf dem Papier steht.

Wo die Ausnahme tatsächlich greift

Die Strandzone in Norwegen unterliegt besonders strengen Bauvorschriften. Jeder Neubau und jede wesentliche Erweiterung in diesem Bereich ist grundsätzlich ausgeschlossen. Wer dort dennoch bauen will, braucht eine Ausnahmegenehmigung. Im Fall Flatholmen wurde nach GALA.de über den Schlossverwalter eine solche Sondergenehmigung eingereicht. Im April 2026 hatte der Sender TV2 aufgedeckt, dass bei der vorherigen Bearbeitung des Antrags die üblichen Regeln missachtet worden seien. Lokale Politiker:innen räumten laut TV2 offen ein, dass das Kronprinzenpaar gegenüber normalen Bürger:innen bevorzugt behandelt werde. Die jetzt erteilte teilweise Genehmigung markiert eine Zwischenstufe: nicht mehr das ursprüngliche Großprojekt von 2022, aber auch keine endgültige Freigabe für sämtliche Baumaßnahmen.

Was Eigentümer und Vermieter daraus mitnehmen

Drei Punkte entscheiden, ob ein Bauprojekt an der norwegischen Küste am Ende Bestand hat: erstens der kommunale Bebauungsplan mit der exakten Zonierung des Grundstücks, zweitens die Einstufung als Bestandssanierung oder als neues Bauvolumen, und drittens die Verfallsfrist einer einmal erteilten Genehmigung. Wenn die Kommune Risør 2022 zwar genehmigte, die Frist aber ungenutzt auslaufen ließ, belegt das: Eine Baugenehmigung in der geschützten Strandzone ist kein dauerhaftes Recht, sondern ein Zeitfenster mit klar definiertem Ablauf. Wer eine Hytte an der Küste vermietet oder kaufen will, sollte vor jeder baulichen Änderung beim Bauamt der jeweiligen Kommune schriftlich klären, ob die Strandzonenregelung greift, welche Auflagen bestehen und ob Nachbarn oder die Fylkeskommune ein Einspruchsrecht haben. Empfehlung: Ohne schriftliche Bestätigung der Zonierung und der Auflagen weder Vertragsunterschrift noch Spatenstich.