Fährverbindung nach Norwegen: RoRo-Frachter Link Galaxy fährt wieder
Nach einer Wartungspause hat die Reederei Norwest die RoRo-Fähre LINK GALAXY wieder auf den Liniendienst Westnorwegen – Schweden – Polen – Dänemark gesetzt, wie das Schifffahrtsfachportal Shippax meldet.
Jens Kröger·aktualisiert 01. August 2026

Das 35 Jahre alte Schiff transportiert auf dieser Route RoRo-, Breakbulk- und Containerladung sowie überwiegend auf Kassetten verladenes Aluminium. Mit der Rückkehr verbessern sich die Kapazitäten für den Fahrzeugtransport und die Versorgungsketten zwischen dem europäischen Festland und norwegischen Häfen.
Technische Modernisierung
Statt des ursprünglichen Lifts zwischen Haupt- und Wetterdeck verbindet jetzt eine feste interne Rampe die Decks. Norwest hat zusätzliche Bug- und Heckstrahlruder, neue Propellerblätter sowie ein neues Ruder nachgerüstet. Laut Shippax soll diese Kombination die CO2-Emissionen des Schiffes erheblich senken. Zahlreiche weitere Systeme wurden erneuert, um das Schiff auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Wenn die Komponenten wie spezifiziert arbeiten, sinken Verbrauch und Manövrierzeit insbesondere in engen norwegischen Hafenzufahrten. Die baugleiche LINK NOVA wird laut Shippax in Kürze in die Türkei überführt, um dort eine identische Umrüstung zu erhalten. Damit verlässt für mehrere Monate ein weiterer Ladungsträger den aktiven Dienst.
Relevanz für die Westküste
Die Linie ist eine zentrale Versorgungsachse für die norwegische Westküste. Wer ein Ferienhaus an einem Fjord unterhält oder anmietet, ist auf diese Kapazitäten angewiesen: Pkw, Bootstrailer, Angelausrüstung, Ersatzteile und Saisonwaren laufen über dieselben Häfen, die auch touristische Verkehre bedienen. Wenn der Ausfall der LINK NOVA nicht durch Chartertonnage kompensiert wird, ist mit reduzierter Frequenz auf der Strecke zu rechnen. Davon wären auch Anbieter von Ferienhausvermietung betroffen, die ihre Gäste mit Fahrzeugen oder Material versorgen.
Handlungsempfehlung
Wenn ein Fahrzeugtransfer nach Norwegen für Spätsommer oder Herbst geplant ist, sollte der Slot frühzeitig gesichert werden. Buchungen mit flexiblen Umbuchungsoptionen sind starren Tarifen vorzuziehen. Lieferanten von Booten und Angelausrüstung, die auf den Westnorwegen-Verkehr angewiesen sind, sollten Lagerbestände für die Übergangsphase prüfen und Alternativrouten im Hinterkopf behalten.