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Sikkilsdalen: Das abgelegene Hochtal, in dem König Harald V. Jahrzehnte verbrachte

Rund 1.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt das Sikkilsdalen, wo König Harald V. nach Angaben des US-Reisemagazins islands.com über Jahrzehnte seine Ferien verbrachte — zuletzt im Frühjahr 2026 mit Königin Sonja, wenige Monate vor seinem Tod am 28.

Jens Kröger·aktualisiert 31. August 2026

Sikkilsdalen: Das abgelegene Hochtal, in dem König Harald V. Jahrzehnte verbrachte

Sikkilsdalen: Hochgebirgstal mit königlicher Geschichte

August 2026. Das Hochtal zweigt vom Gudbrandsdalen bei Vinstra ab und grenzt unmittelbar an den Jotunheimen-Nationalpark. Die private Königshütte Prinsehytta bleibt für die Öffentlichkeit gesperrt, das umliegende Tal ist frei zugänglich und für norwegische Verhältnisse touristisch schwach erschlossen. Fotografien auf der Website des Königshofs belegen die Tradition seit 1950; ein weiteres Bild zeigt Harald 1968 mit der späteren Königin Sonja an gleicher Stelle.

Wandernetz, Lodge und Aktivitäten vor Ort

Offene Almwiesen, Gletscherseen und hohe Gipfel umgeben das Sikkilsdalen. Die Sikkilsdalseter Mountain Lodge besteht seit 1868 und wird in fünfter Generation als Familienbetrieb geführt. Auf etwa 3.300 Fuß Seehöhe gelegen, dient sie als Basislager für eine 12-Kilometer-Rundwanderung auf den Sikkilsdalshø, der das gesamte Tal überblickt. Visit Norway klassifiziert die Route als anspruchsvolle Tagesetappe mit entsprechender Gehzeit; am Gipfel liegen der Besseggen-Kamm, mehrere gletscherblaue Seen und angrenzende Nationalparks. Ohne Bergerfahrung im hochalpinen Gelände ist die Tour nicht empfehlenswert. Rote Wegmarkierungen weisen ab Sikkilsdalseter den Anstieg; bei Schneelage sind sie eingeschränkt sichtbar. Auch für Besucher ohne Wanderschwerpunkt bietet die Lodge Ausgangspunkte: Bergforellenfischen in den Gletscherseen, Bootsfahrten und Skilanglauf im Winter. Frühjahr und Sommer ermöglichen Elchbeobachtungen entlang der markierten Wege rund um Skåbu.

Anreise, Unterkunft und Hintergrund der Königsresidenz

Das nächstgelegene Bergdorf ist Skåbu. Das Skåbu Fjellhotell vermietet dort Zimmer, Apartments und Suiten und betreibt das Farm-to-Table-Restaurant Skadir. Die Anfahrt erfolgt über Vinstra; ab Skåbu erreicht man das Hochtal nur über Bergstraßen. Wer im Frühjahr anreist, muss Winterausrüstung einplanen — selbst Ostern 2026 nutzten Harald und Sonja das Tal noch für Skiurlaub. Die königlichen Wurzeln reichen bis 1902 zurück: Die damalige Prinsehytta wurde drei schwedischen Prinzen geschenkt, stand nach der Unabhängigkeit 1905 leer und ging 1924 durch Prinz Gustaf Adolf an König Olav V. über. 2019 erklärte Harald Reportern von Aftenposten, der Ort sei für ihn und Sonja wichtig gewesen, weil er ihnen Rückzug vom Protokoll ermöglicht habe. Harald starb am 28. August 2026. Praktische Konsequenz: Besucher der Sikkilsdalseter Mountain Lodge müssen die Anfahrt über Vinstra und Skåbu selbst organisieren; das Hochtal ist infrastrukturell dünn angebunden.