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Vom verlassenen Fischerdorf zum Gästehaus: Ein norwegisches Inselprojekt

Wie Fjord Norway berichtet, entstand aus dem Kauf eines blind erworbenen Gebäudes – getätigt aus einer Wohnung in Luxemburg – das Gästehaus Olsens Pensjonat & Gjestehus mit angeschlossenem Restaurant…

Jens Kröger·aktualisiert 11. August 2026

Vom verlassenen Fischerdorf zum Gästehaus: Ein norwegisches Inselprojekt

10 Kilometer vor der Küste von Møre og Romsdal, auf der Nordspitze der Inselgruppe Smøla, haben die Schwestern Line und Hilde Nicolaysen binnen 15 Jahren ein verlassenes Fischerdorf zur funktionsfähigen Unterkunft umgebaut. Wie Fjord Norway berichtet, entstand aus dem Kauf eines blind erworbenen Gebäudes – getätigt aus einer Wohnung in Luxemburg – das Gästehaus Olsens Pensjonat & Gjestehus mit angeschlossenem Restaurant OlsenNaustet im restaurierten Bootshaus. Für Feriengäste, die auf Smøla eine autarke Unterkunft mit direktem Zugang zum Meer suchen, ist das Projekt ein konkreter Hinweis auf die logistischen Rahmenbedingungen vor Ort.

Erreichbarkeit als Planungsfaktor

Veiholmen liegt nach Angaben von Fjord Norway rund zehn Kilometer vor der Festlandküste. Die Zufahrt führt über eine 1937 errichtete Steinmole ohne Straßenanschluss. Der Zugang zum Gästehaus erfolgt über Bootstransfer, wetterabhängig und nicht nach Fahrplan. Line Nicolaysen schildert im Interview, dass sie beim Erstkauf die Mole für einen gewöhnlichen Weg hielt und erst vor Ort erkannte, dass jedes Erreichen des Hauses einen Bootsvorgang voraussetzt. Diese Bedingung gilt für Gäste dauerhaft: Wer auf dem Festland ohne Boot anreist, ist auf den vom Gästehaus organisierten Transfer angewiesen. Herbststürme treiben Salzwasser über die Dächer, womit Salzbeständigkeit von Ausrüstung und Bekleidung zur Voraussetzung wird.

Unterkunft und Versorgung

Das Angebot umfasst mehrere restaurierte Fischerhütten sowie das Restaurant im alten Bootshaus. Smøla umfasst laut Fjord Norway 5.800 Schären und Holme, etwa 400 Menschen leben ganzjährig auf Veiholmen. Die Versorgungsstruktur ist auf dieses dauerhafte Dorf ausgelegt, nicht auf touristische Spitzen. Lebensmittel, Treibstoff und technische Hilfe sind nur in begrenztem Umfang vor Ort verfügbar. Wer Selbstversorgung plant, kalkuliert Vorräte für die Anreise per Boot oder Transfer ein.

Was bei der Buchung zu prüfen ist

Vier Punkte entscheiden über die Funktionalität des Aufenthalts: Transferregelung bei An- und Abreise wetterunabhängig klären, Salz- und Windexposition der konkreten Unterkunft erfragen, Bootstouren und Angelausflüge nur mit dokumentiertem lokalen Anbieter buchen, und die eigene Versorgung mit Lebensmitteln sowie Treibstoff für die gesamte Aufenthaltsdauer selbst kalkulieren. Die Investition der Familie in Personal, Liegenschaft und Logistik über fünfzehn Jahre belegt die Belastbarkeit der Anlage. Empfehlung: Wer Smøla wählt, entscheidet sich bewusst gegen Komfortpuffer – wer diese Entscheidung annimmt, bekommt eine Unterkunft, deren Funktionalität gegen Wind, Salz und offene See erprobt ist.