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Pont du Gard Tickets: Preise, Buchung und Besuchsoptionen

Am Pont du Gard beginnt die praktische Frage nicht beim Ticket, sondern beim Ankommen: Wer mit dem Auto durch die Garrigue von Vers-Pont-du-Gard fährt, braucht einen Parkplatzschein; wer zu Fuß oder…

Silke von der Heide·Aktualisiert: 09. September 2026·14 Min. Lesezeit

Pont du Gard Tickets: Preise, Buchung und Besuchsoptionen

Am Pont du Gard beginnt die praktische Frage nicht beim Ticket, sondern beim Ankommen: Wer mit dem Auto durch die Garrigue von Vers-Pont-du-Gard fährt, braucht einen Parkplatzschein; wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt, kann das Freigelände und die römische Brücke dagegen kostenlos betreten. Diese Unterscheidung prägt den gesamten Besuch, denn der Zugang zum Bauwerk, die kulturellen Bereiche und die Führung auf die oberste Ebene gehören nicht zu ein und demselben Eintritt.

Tickets und Preise

Pont du Gard

Vers-Pont-du-Gard

4,5/5 · 345 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar

Offizielle Kasse und Online-Kauf

Pont du Gard — An der Kasse

Kind6 €
Ermäßigt6 €

Offizielle Website

Preise sind Richtwerte: den endgültigen Tarif und freie Termine zeigt die Partnerseite.Buchung über unseren Partner GetYourGuide

Die Pont-du-Gard-Tickets sind deshalb weniger eine einfache Eintrittskarte als eine Auswahl zwischen verschiedenen Besuchsformen. Das Aquädukt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. lässt sich von außen und über die zugänglichen Wege erleben. Wer das Museum, das Kino, den Kinderbereich oder Sonderausstellungen besuchen möchte, benötigt ein Ticket für die Erlebnisbereiche. Der antike Wasserkanal auf der obersten Ebene ist wiederum Bestandteil einer geführten Tour und nicht einfach frei zugänglich.

Welche Pont-du-Gard-Tickets gibt es?

Das Gelände liegt am Gardon, dessen Flussbett, Ufervegetation und saisonal wechselnder Wasserstand für die Atmosphäre des Ortes ebenso wichtig sind wie die eigentliche Brücke. Die Anlage ist kein einzelnes Museum mit einem einzigen Eingang, sondern ein weitläufiger Kultur- und Naturraum. Entsprechend unterscheiden sich die Eintrittsoptionen nach dem, was während des Besuchs zugänglich sein soll.

Freier Zugang zur Brücke und zum Außengelände

Fußgänger und Radfahrer benötigen für den Zugang zur Brücke und zum Freigelände kein Eintrittsticket. Das gilt für den Aufenthalt im Außenbereich und die Besichtigung der sichtbaren Teile des Bauwerks. Auch das Überqueren der zugänglichen unteren Ebene ist nicht mit einem regulären Eintrittspreis verbunden.

Das ist für viele Besucher zunächst überraschend, weil der Pont du Gard als UNESCO-Welterbestätte und als eines der bekanntesten römischen Bauwerke Südfrankreichs häufig mit einem klassischen Sehenswürdigkeiten-Ticket verbunden wird. Tatsächlich bezahlt man nicht pauschal für jeden Schritt auf dem Gelände. Kosten entstehen vor allem durch das Parken und durch die zusätzlichen kulturellen oder geführten Angebote.

Die freie Zugänglichkeit verändert auch die Art des Besuchs. Wer lediglich die Topografie des Ortes, die drei übereinanderliegenden Bogenreihen und den Verlauf des Gardon betrachten möchte, kann sich Zeit lassen, ohne einen festgelegten Eintrittszeitpunkt für ein Museum einhalten zu müssen. Gerade am frühen oder späten Tag zeigt sich die Pont du Gard dann weniger als Kulisse und stärker als Teil einer Landschaft, in der Wasser, Stein und Uferzonen zusammengehören.

Ticket für Museum, Kino und Erlebnisbereiche

Ein reguläres Ticket für die kulturellen Erlebnisbereiche umfasst den Zugang zum Museum, zum Kino, zum Kinderbereich Ludo und zu Sonderausstellungen. Das Museum widmet sich der römischen Ingenieurskunst und erstreckt sich über eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern. Dort wird nachvollziehbar, weshalb der Pont du Gard nicht nur als besonders gut erhaltene Brücke, sondern als Abschnitt eines weit größeren Wasserversorgungssystems verstanden werden muss.

Die römische Wasserleitung führte über viele Kilometer in Richtung Nîmes. Entscheidend war dabei nicht allein die Höhe der Brücke, sondern das kontrollierte Gefälle über die gesamte Strecke. Wasser musste ohne Pumpen und ohne moderne Drucksysteme fließen können. Die Pont du Gard war somit Teil einer präzisen technischen und geografischen Planung, die sich an Geländeverläufen, Flussquerungen und der Beschaffenheit des Untergrunds orientierte.

Das Museum ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Besuch nicht bei einem Fotomotiv enden soll. Modelle, Erläuterungen und Ausstellungen helfen dabei, die Dimension des Bauwerks zu verstehen: etwa 49 Meter Höhe und 275 Meter Länge machen die Brücke eindrucksvoll, erklären aber noch nicht, wie sie in das Aquädukt eingebunden war. Erst der Zusammenhang zwischen Fernleitung, Gefälle und römischer Stadtversorgung gibt dem Bauwerk seine eigentliche Bedeutung.

Für Familien ist der Ludo-Bereich eine eigene Option. Er richtet sich an Kinder und verbindet spielerische Vermittlung mit dem Thema der antiken Wassertechnik. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Studierende erhalten für die Erlebnisbereiche freien Eintritt; für Arbeitslose gilt ein ermäßigter Tarif gegen Nachweis. Die jeweiligen Bedingungen sollten bei der Buchung oder an der Kasse beachtet werden, weil ein Berechtigungsnachweis erforderlich sein kann.

Der freie Zugang zur Brücke und das kostenpflichtige Kulturangebot widersprechen sich nicht: Sie trennen den Landschaftsraum vom vertiefenden Besuch.

Geführte Tour auf die oberste Ebene

Die geführte Tour ist die umfassendste Besuchsvariante. Sie schließt den Zugang zur obersten Ebene und zum antiken Wasserkanal ein und verbindet diesen Bereich mit dem Eintritt in die Erlebnisbereiche. Der Wasserkanal ist nicht mit dem frei zugänglichen Rundgang gleichzusetzen. Wer die obere Konstruktion sehen möchte, braucht eine entsprechende Führung oder ein dafür vorgesehenes Aufpreisticket.

Das hat nicht nur organisatorische Gründe. Die oberen Bereiche des Pont du Gard sind baulich empfindlicher und in ihrer Führung begrenzt. Eine Besichtigung ohne Einordnung würde zudem leicht den Eindruck erwecken, der Kanal sei lediglich ein weiterer Aussichtspunkt. Tatsächlich geht es dort um den technischen Kern des Aquädukts: um die geschlossene Wasserführung, die Neigung der Leitung und die Art, wie die römischen Baumeister den Flusslauf des Gardon überwanden.

Die Führung ist daher besonders für Besucher interessant, die sich für Baugeschichte, römische Infrastruktur und die Funktionsweise des Aquädukts interessieren. Wer nur einen Spaziergang am Fluss plant, wird sie nicht zwingend benötigen. Für eine erste Begegnung mit dem Ort genügt der Außenbereich; für die konstruktive und historische Tiefe liegt der Mehrwert der Führung eindeutig oben auf der Brücke.

Die verfügbaren Sprachen und Zeitfenster können je nach Saison und Tag unterschiedlich ausfallen. Nicht für jeden Termin ist eine Führung in derselben Sprache verfügbar. Eine deutschsprachige Durchführung sollte deshalb nicht vorausgesetzt werden, wenn sie bei der Auswahl nicht ausdrücklich genannt ist.

Pont-du-Gard-Eintrittspreise: Was tatsächlich bezahlt wird

Bei den Pont-du-Gard-Eintrittspreisen muss zwischen drei Kostenarten unterschieden werden:

  • dem Zugang zum Freigelände und zur Brücke zu Fuß oder mit dem Fahrrad,
  • dem Parken eines Kraftfahrzeugs,
  • dem Eintritt in die Erlebnisbereiche oder einer geführten Tour.

Der Zugang für Fußgänger und Radfahrer ist kostenlos. Für Kraftfahrzeuge wird eine pauschale Parkgebühr pro Fahrzeug erhoben, nicht pro Person und nicht abhängig von der Zahl der Insassen. Das ist für Familien oder Gruppen ein wesentlicher Unterschied zu einem personenbezogenen Eintritt: Die Parkkosten verändern sich nicht dadurch, dass mehrere Menschen gemeinsam anreisen.

Die Tickets für Museum, Kino, Ludo und Sonderausstellungen werden pro Besucher berechnet. Für Erwachsene gilt der reguläre Tarif, daneben bestehen Ermäßigungen und freie Eintrittsregelungen für bestimmte Gruppen. Die geführte Tour auf die oberste Ebene ist ein eigenes, höherpreisiges Angebot, weil sie zusätzliche Bereiche erschließt und den Eintritt in die Erlebnisbereiche einschließt.

Da Tarife, Sonderausstellungen und Buchungsbedingungen verändert werden können, sollten die aktuellen Beträge direkt im jeweiligen Buchungssystem geprüft werden. Ein gedruckter Preis aus einem älteren Reiseplan kann bereits überholt sein. Das betrifft auch die Frage, ob eine Führung an einem bestimmten Tag angeboten wird oder ob ein Zeitfenster nur mit vorheriger Reservierung verfügbar ist.

Jahresabo aus Parkplatz- oder Eintrittsticket

Ein bemerkenswertes Detail der Besuchsorganisation ist die Möglichkeit, ein bezahltes Park- oder Eintrittsticket innerhalb von 14 Tagen ohne zusätzliche Kosten in ein zwölf Monate gültiges Jahresabonnement umzuwandeln. Dafür steht ein Online-Verfahren zur Verfügung.

Diese Regelung kann für Menschen interessant sein, die sich länger in der Region aufhalten oder den Pont du Gard zu unterschiedlichen Tageszeiten erleben möchten. Die Ufer des Gardon verändern ihren Charakter mit dem Licht, dem Gezeitenwechsel gibt es hier zwar nicht, wohl aber saisonale Unterschiede im Wasserstand, in der Vegetation und in der Nutzung der Wege. Ein wiederholter Besuch ist deshalb nicht bloß eine Wiederholung derselben Sehenswürdigkeit.

Wer nur auf der Durchreise ist, wird ein Jahresabo dagegen meist nicht benötigen. Entscheidend ist, dass die Umwandlung innerhalb der vorgesehenen Frist erfolgt. Nachträgliche Entscheidungen außerhalb dieses Zeitraums sollten nicht als automatisch möglich betrachtet werden.

Pont du Gard Tickets online buchen: Wann es sinnvoll ist

Die Online-Buchung ist vor allem bei Führungen und zeitgebundenen Angeboten nützlich. Für den kostenlosen Zugang zum Gelände ist keine Eintrittskarte erforderlich. Wer jedoch die obere Ebene des Aquädukts besichtigen möchte, sollte sich nicht erst darauf verlassen, vor Ort noch einen passenden Platz zu finden.

Bei einer Online-Buchung lassen sich in der Regel mehrere Varianten unterscheiden:

1. Eintritt in die Erlebnisbereiche: geeignet für den Besuch von Museum, Kino, Ludo und Sonderausstellungen, ohne Führung auf der oberen Ebene.

2. Geführte Tour: passend für Besucher, die den antiken Wasserkanal und die oberste Ebene sehen möchten.

3. Eintritt mit Parkplatz: sinnvoll bei Anreise mit dem eigenen Fahrzeug, wobei die Parkgebühr fahrzeugbezogen und nicht personenbezogen ist.

4. Zeitlich organisierte Angebote: relevant, wenn eine Führung nur zu bestimmten Uhrzeiten stattfindet oder die Saison den Betrieb einschränkt.

Ein sogenanntes Ticket ohne Wartezeit kann praktisch sein, wenn an einem stark besuchten Tag viele Menschen gleichzeitig ankommen. Es ersetzt jedoch nicht die Prüfung, welche Bereiche tatsächlich eingeschlossen sind. Ein schnellerer Zugang zu den Erlebnisbereichen bedeutet nicht automatisch, dass die Führung auf die oberste Ebene enthalten ist. Ebenso ist ein Parkplatzschein kein Museumsticket.

Die Buchungsbestätigung sollte deshalb nicht nur auf den Namen des Ortes und das Datum geprüft werden. Aussagekräftiger sind die enthaltenen Leistungen: Parkplatz, Museum, Führung, obere Ebene, Sonderausstellung und gegebenenfalls Kinderbereich. Gerade bei kombinierten Angeboten liegen die Unterschiede weniger im Namen des Tickets als in den eingeschlossenen Bereichen.

Anreise und Parken an der Pont du Gard

Die Anlage ist auf beiden Seiten des Gardon erschlossen. Die Parkbereiche werden gewöhnlich als linkes und rechtes Ufer bezeichnet. Für die praktische Planung ist die Wahl der Uferseite nicht nebensächlich, weil Wege, Aussichtspunkte und der Zugang zu den Erlebnisbereichen unterschiedlich liegen können.

Wer mit dem Auto anreist, sollte den Parkplatz nicht als bloße Nebensache behandeln. Die Pauschale gilt pro Fahrzeug und deckt nicht automatisch weitere Leistungen ab. Ein Auto-Ticket erlaubt also nicht ohne Weiteres den Eintritt in Museum oder Kino. Umgekehrt kann ein Ticket für die Erlebnisbereiche den Parkplatz nicht ersetzen.

Die Landschaft um den Pont du Gard lädt zu längeren Wegen ein, doch die Entfernungen und die Beschaffenheit der Wege werden bei sommerlicher Hitze leicht unterschätzt. Zwischen Parkplatz, Ufer, Brücke und kulturellen Einrichtungen liegen Bereiche, die nicht wie ein geschlossenes Museumsgebäude funktionieren. Festes Schuhwerk, Wasser und ein realistischer Zeitrahmen gehören daher eher zur Grundausstattung als zu einer besonderen Reisevorbereitung.

Linkes oder rechtes Ufer?

Eine pauschale Empfehlung für die bessere Uferseite wäre zu grob. Die passende Wahl hängt davon ab, ob der Schwerpunkt auf Museum und Führung, auf dem Flussufer oder auf einem längeren Aufenthalt im Freigelände liegt. Auch die Tageszeit verändert die Wahrnehmung: Die Steinflächen der Brücke reagieren stark auf den Sonnenstand, während die Uferabschnitte je nach Schatten und Wasserführung unterschiedlich wirken.

Für die Orientierung vor Ort ist es sinnvoll, die Lage des gebuchten Angebots bereits vor der Anreise zu kennen. Wer eine Führung zu einer bestimmten Zeit gebucht hat, sollte die zusätzliche Wegstrecke vom Parkplatz nicht unterschätzen. Das gilt besonders für Familien, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und für alle, die ihren Besuch mit einem Aufenthalt am Gardon verbinden möchten.

Die Pont du Gard ist kein Ort, an dem man alle Bereiche beiläufig im Vorübergehen erreicht. Die römische Konstruktion überspannt den Fluss, die Wege verteilen sich über die Ufer, und die Besucherströme konzentrieren sich an den wenigen gut sichtbaren Zugängen. Ein Blick auf die Geländeordnung gehört deshalb zur Buchung ebenso wie der Blick auf den Ticketnamen.

Öffnungszeiten und Besuchszeit

Die Frage nach Pont du Gard Öffnungszeiten und Eintritt lässt sich nicht mit einer einzigen Uhrzeit beantworten. Freigelände, Museum, Kino, Kinderbereich und Führungen folgen nicht zwingend demselben Zeitplan. Hinzu kommen saisonale Veränderungen, Sonderveranstaltungen und die unterschiedliche Verfügbarkeit von Führungen.

Für den Außenbereich ist vor allem der Zugang zur Anlage maßgeblich. Bei den Erlebnisbereichen zählen zusätzlich die Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtungen. Eine Führung hat wiederum ein eigenes Zeitfenster und kann nicht beliebig innerhalb des Museumstags begonnen werden.

Vor dem Besuch sollten daher drei Zeitangaben getrennt geprüft werden:

  • die Öffnungszeit des Geländes und der Zugänge zur Brücke,
  • die Öffnungszeit von Museum, Kino und Ludo,
  • die Startzeit und Sprache der gebuchten Führung.

Diese Trennung verhindert ein häufiges Missverständnis: Wer das Gelände betreten kann, hat damit nicht automatisch Zugang zu jedem Innenbereich. Ebenso bedeutet ein geöffnetes Museum nicht, dass an diesem Tag noch Plätze für eine Tour auf die oberste Ebene vorhanden sind.

Für eine ruhige Besichtigung ist außerdem die Tageszeit entscheidend. In den heißen Monaten kann der Aufenthalt auf den offenen Steinflächen in der Mittagszeit anstrengend werden. Der Gardon bringt zwar eine wahrnehmbare Nähe zum Wasser, aber keinen gleichmäßigen Schatten über die gesamte Anlage. Das frühe oder spätere Tageslicht macht zudem die Bogenstruktur deutlich lesbarer als eine flache Beleuchtung zur Tagesmitte.

Lohnt sich ein kombiniertes Ticket?

Ein kombiniertes Ticket ist dann sinnvoll, wenn mehrere Bestandteile des Besuchs tatsächlich genutzt werden. Wer nur die Brücke sehen, am Gardon entlanggehen und die Landschaft aufnehmen möchte, braucht keine umfassende Eintrittsvariante. Die kostenlose Besichtigung des Außenbereichs ist nicht bloß eine abgespeckte Version des Besuchs, sondern eine eigenständige Erfahrung.

Das Museum und die Führung ergänzen einander, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Das Museum erklärt die technische und gesellschaftliche Funktion des Aquädukts. Die Führung erschließt einen Bereich, der aus Sicherheits- und Erhaltungsgründen nicht frei zugänglich ist. Wer sich für römische Infrastruktur interessiert, wird von der Kombination wahrscheinlich stärker profitieren als von einem kurzen Rundgang über die Brücke.

Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung:

BesuchswunschPassende OptionWas enthalten ist
Brücke und Landschaft erlebenFreier ZugangAußengelände und zugängliche Bereiche zu Fuß oder mit dem Fahrrad
Museum und Ausstellungen besuchenTicket für die ErlebnisbereicheMuseum, Kino, Ludo und Sonderausstellungen
Oberste Ebene und Wasserkanal sehenGeführte TourFührung, Zugang zur oberen Ebene und Eintritt in die Erlebnisbereiche
Anreise mit dem AutoParkplatzscheinParken pro Fahrzeug; kein automatischer Eintritt in Museum oder Führung
Wiederholte Besuche in zwölf MonatenUmwandlung in JahresaboMöglich innerhalb der vorgesehenen Frist nach einem bezahlten Ticket

Die Tabelle ersetzt nicht den Blick auf das aktuelle Angebot, sie macht aber die Grundlogik sichtbar: Nicht jede Zahlung betrifft den gleichen Teil des Ortes.

Typische Missverständnisse bei der Buchung

Rund um die Pont-du-Gard-Tickets entstehen vor allem deshalb Unsicherheiten, weil der Name der Sehenswürdigkeit mehrere Leistungen überlagert. Die Brücke, das Gelände, das Museum und der obere Kanal gehören zwar zu derselben Anlage, sind aber nicht vollständig durch dieselbe Eintrittsregelung abgedeckt.

Ein Parkticket ist kein Eintrittsticket

Die Parkgebühr wird pro Fahrzeug erhoben. Sie erlaubt das Abstellen des Autos auf dem vorgesehenen Parkplatz, schließt aber nicht automatisch den Besuch der Innenbereiche ein. Für eine Familie kann das finanziell anders wirken als für eine Einzelperson, weil die Parkkosten nicht mit der Zahl der Besucher steigen.

Der freie Zugang umfasst nicht die oberste Ebene

Die Brücke ist zu Fuß zugänglich, doch daraus folgt nicht, dass der antike Wasserkanal auf der obersten Ebene frei betreten werden kann. Dieser Bereich ist an eine Führung oder eine ausdrücklich dafür vorgesehene Eintrittsoption gebunden.

Ein Museumsticket ist nicht zwingend eine Führung

Der Eintritt in Museum, Kino, Ludo und Sonderausstellungen eröffnet die kulturellen Bereiche. Er ersetzt nicht automatisch die geführte Tour. Wer den oberen Kanal sehen möchte, sollte die entsprechende Option ausdrücklich auswählen.

Ermäßigungen benötigen einen Nachweis

Für Arbeitslose gilt ein ermäßigter Eintritt in die Erlebnisbereiche; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Studierende erhalten dort freien Eintritt. Die Einstufung ist an die jeweilige Berechtigung geknüpft. Ein gültiger Nachweis kann an der Kasse oder bei der Einlasskontrolle verlangt werden.

Saisonale Angaben nicht übertragen

Öffnungszeiten, Führungssprachen und Verfügbarkeiten können sich im Jahresverlauf verändern. Aus einem Besuch im Sommer lässt sich nicht zuverlässig auf die Organisation im Frühjahr oder Winter schließen. Dasselbe gilt für Sonderausstellungen und Veranstaltungen.

Ein Besuch, der dem Ort gerecht wird

Der Pont du Gard ist ein römisches Aquädukt, aber er ist zugleich ein Flussübergang, ein geschützter Naturraum und ein stark besuchter Kulturort. Seine Wirkung entsteht nicht allein aus den Maßen von 49 Metern Höhe und 275 Metern Länge. Sie entsteht aus dem Verhältnis zwischen der präzisen Geometrie der Steinbögen und der unregelmäßigen Bewegung des Gardon darunter.

Wer die Pont-du-Gard-Tickets richtig einordnet, muss deshalb nicht möglichst viel buchen. Entscheidend ist, welche Form des Sehens zum eigenen Aufenthalt passt: der freie Weg über die Brücke, die Erklärung im Museum, die geführte Annäherung an den Wasserkanal oder eine Kombination daraus. Die Preise und Verfügbarkeiten sollten aktuell geprüft werden, die Grundstruktur des Besuchs bleibt jedoch klar.

Am Ende ist der Pont du Gard kein Ort, der durch zusätzliche Programmpunkte automatisch intensiver wird. Er erschließt sich eher durch das genaue Beobachten: das Gefälle, die Ufer, die Bogenreihen, den wechselnden Wasserstand und die Grenzen dessen, was betreten werden darf. Gute Besuchsplanung bedeutet hier nicht, möglichst viel in einen Tag zu legen, sondern die technischen und ökologischen Bedingungen des Ortes mitzudenken. Genau darin liegt die angemessene Form des Reisens an einem Bauwerk, das seit fast zweitausend Jahren davon erzählt, wie eng menschliche Planung und die Eigenheiten einer Landschaft miteinander verbunden sind.

Wichtige Fakten

Höhe: 48 m

Denkmalstatus: klassifiziertes historisches Denkmal in Frankreich

Offizielle Website: pontdugard.fr

Häufige Fragen

Ist der Besuch des Pont du Gard kostenlos?
Fußgänger und Radfahrer können die Brücke und das Außengelände kostenlos betreten. Kosten entstehen vor allem für das Parken sowie für die Erlebnisbereiche und geführte Angebote.
Was ist im Ticket für die Erlebnisbereiche enthalten?
Das Ticket umfasst den Zugang zum Museum, zum Kino, zum Kinderbereich Ludo und zu Sonderausstellungen. Die Führung auf die oberste Ebene ist nicht automatisch enthalten.
Kann man den antiken Wasserkanal ohne Führung besichtigen?
Nein. Der antike Wasserkanal auf der obersten Ebene ist nicht frei zugänglich und kann nur im Rahmen einer geführten Tour oder einer ausdrücklich dafür vorgesehenen Eintrittsoption besichtigt werden.
Ist das Parkticket auch ein Eintrittsticket für das Museum?
Nein. Das Parkticket gilt für das Abstellen des Autos und wird pro Fahrzeug berechnet. Es ersetzt weder den Eintritt in das Museum noch die Führung.
Lohnt sich die Online-Buchung für den Pont du Gard?
Sie ist besonders bei Führungen und zeitgebundenen Angeboten sinnvoll. Wer die obere Ebene besichtigen möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, vor Ort noch einen passenden Platz zu finden.
Gibt es Ermäßigungen oder freien Eintritt für bestimmte Gruppen?
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Studierende erhalten für die Erlebnisbereiche freien Eintritt. Für Arbeitslose gilt gegen Nachweis ein ermäßigter Tarif.

Foto: Benh LIEU SONG ( Flickr ) / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons